| Es ist vollbracht! Wir haben alles in die Koffer bekommen. Es hat schwere Verluste nach harten Kämpfen gegeben,aber Opfer müssen gebracht werden. Jetzt steht alles hier im Hotelzimmer,Gunnar hat die Papiere zum 10ten mal gecheckt (ich liebe ihn dafür!) und wir müssen “nur” noch mit dem ganzen Kram zum Flughafen. Insgesamt 6 mehr oder weniger große Koffer. Es wird ganz wunderbar,ich weiß ich werde es lieben. Die Kleidungsfrage war auch nicht so ganz einfach zu klären. Was trägt man,wenn man den ganzen Tag noch bei 26° Grad verbringt,Stunden später aber bei 0° aus dem Flugzeug steigt? Wichtig auch,alles was wir am Körper haben muss nicht in den Koffer!! Viel am Körper ist aber warm….. Von gut aussehen wollen wir gar nicht mehr sprechen – Opfer müssen gebracht werden wie gesagt. Ach ja,und bequem sollte es natürlich sein. Wir werden diese letzte Hürde wie immer mit Bravur nehmen ( und Schweißperlen auf der Stirn,schätze ich ). Unsere private Abschiedsfeier hatten wir gestern Abend mit viel Caiphirina am Oceandrive/Miami Beach. Jetzt freuen wir uns auch schon auf zu Hause und auf euch alle und den Frühling,Cabrio und Motorrad fahren,Eis vom Eishörnchen,Kino mit Popcorn,Brötchen……. ( und alles beginnt mit einer ausgedehnten Frühjahrsdiät! ) Bis gleich in Deutschland… Es schien eine so lange Zeit zu sein und eigentlich war es das auch. Wenn ich mir die Bilder ansehe,sind da Geschichten und Erlebnisse die Jahre füllen könnten. Trotzdem fühlt es sich an,als wären wir erst gestern in Las Vegas los gefahren. Diese Reise hat uns vieles gezeigt und wir haben vieles entdeckt,gelernt,erlebt. Sie hat uns verändert und sie hat uns geprägt. Wir haben einen Traum gelebt – unseren Traum! Damit haben wir eine Tür geöffnet in die Welt der Möglichkeiten,in der Unwahrscheinliches wahr wird und Unmögliches möglich erscheint. Träume haben eine neue Bedeutung bekommen,weil sie auf einmal Realität sein können,weil wir mit ihnen spielen können und weil wir sie leben können. Sie müssen kein Traum mehr bleiben. Viele haben uns dabei geholfen und all diesen vielen lieben Menschen auf diesem Wege schon mal DANKE für all eure Hilfe und Unterstützung jedweder Art. Ohne euch alle wäre diese Reise vielleicht in unerreichbare Ferne gerückt. Ein Dankeschön aber auch an alle “Mitreisenden”. Es hat viel Spaß gemacht diese Reise mit euch gemeinsam zu erleben. Euer Feedback war eine Standleitung nach Hause . Wir haben manchmal vergessen wie weit ihr eigentlich weg ward. Geteilte Freude ist eben doppelte Freude! Ein ganz besonderes “Superdanke” an den Errichter dieses Blogs und das – denke ich - im Namen aller!!! Danke Mickey!!!!! Für uns geht diese Zeit zu Ende und es fällt uns megaschwer zurück zu fahren,obwohl wir uns auf viele Dinge wirklich freuen. Vielleicht hilft uns auch das Wissen,dass nach der Reise vor der Reise ist. Denn darin sind wir uns einig,diese Welt will entdeckt werden und wenn nicht jetzt,wann dann……….. Oh,and by the way:Dies ist nicht das Ende dieses Blogs!!! Wir haben unsere Floridaabschiedstour beendet und sind wieder in Pensacola angekommen. Nach ein paar sonnigen Tagen zum relaxen auf Manasota Key sind wir auf unserer Rücktour in einem ganz wunderschönen,alten Südstaaten “Bed&Breakfast” gelandet. Ein Ausflug ins letzte Jahrhundert. Vom Geschirr bis zum Bett,über Möbel,Teppiche und Bilder alles einzig und alles alt. Der gesamte Besuch in dieser Südstaatenvilla war einzigartig und wunderschön. Wir wären gerne noch geblieben,wie so oft in den letzten Wochen….. Das macht das Abschiednehmen nicht leichter. Zurück in Pensacola galt es dann endgültig Abschied zu nehmen von unserem letzten treuen Begleiter. Gunnars speziellem Freund,meinem steten Grund zur Heiterkeit – der Jeep! Liebevoll zurecht gemacht,geputzt,gewienert,gesaugt und getankt wurde er eher emotionslos von seinem neuen Besitzer in Empfang genommen. Der Jeep – eine lange Liste von Reparaturen ( Klima,Hupe,Katalysator,Reifen,Kühlerschläuche,Zigarettenanzünder,Teppich,Stoßdämpfer Heckklappe,…..), war er stets ein verlässlicher Gefährte,ein echter “Funpart” auf der Reise. Nicht wirklich bequem,aber in jedem Gelände sicher hat er uns überall hingebracht. Wir werden ihn vermissen. Er war nicht echt ein Geschäft,aber eine echte Challenge.  Was macht man an diesem besonderen Tag,wenn es schön warm ist,das Meer nicht weit und die Möglichkeiten (fast) unbegrenzt sind? Richtig! Man geht auf´s Wasser. Wir hatten uns zu einer Segeltour entschlossen,mit kajaken und schnorcheln,sowie als krönenden Abschluss:inklusive Sonnenuntergang. Ok,der Sonnenuntergang musste nicht extra gebucht werden,aber zumindest unser “Platz an der Sonne”. Wir also zu unserem Boot im Hafen von Key West und los. Dass das Boot “Danger” hieß sollte uns doch nicht nervös machen,oder? Die Crew,Skipper “D” und “First Mate” Lisa,waren rührend um uns Gäste bemüht und hatten ein abwechslungsreiches Programm aus segeln,nautischen und botanischen Erklärungen,Essen und Getränken,Smalltalk und einfach nur relaxen für alle parat. Lio hat auf dieser Tour ihre “Seebeine” entdeckt. Es ist aber auch herrlich bei schönstem Wetter durch türkises Wasser zu segeln,vorbei an kleinen Inselchen und dabei andere Segler und Tiere zu beobachten. Jetzt will sie mehr! Irgendwann gingen wir vor Anker zum schnorcheln. Freunde,es war sch…kalt,sozusagen:“popo fredo”,trotz kurzem Neoprenanzug. Rein sind wir natürlich trotzdem,denn ein paar Hummer,“Sergeant-Majors”-Fische,Schwämme etc. wollten wir natürlich doch beobachten. Während wir uns wieder aufwärmten fuhren wir zu einer kleinen Mangroveninsel zum kajaken. Zu sehen gab es Adler,Kormorane,Ibisse,Pelikane,große und kleine Silberreiher und noch einiges mehr. Lisa,in diesem Fall als Guide unterwegs,hat uns wiederum vieles erklärt. Am lustigsten war ein amerikanisches Paar,das wohl zum ersten Mal auf dem Wasser und in einem Kajak saß. Wirklich interessant zu beobachten wie jemand ungewollt rückwärts in den Mangroven verschwindet und auch rückwärts wieder heraus kommt! An der gleichen Stelle! Versucht das mal. Abschließend gab es Sekt und Wein (für die Amis Bier) und wir haben den Sonnenuntergang vor der Küste genossen. Ein wirklich schöner Tag im Paradies. Und gerne wieder. Auf der gesamten Reise haben uns die Natur und die Tiere immer wieder am meisten beeindruckt. Während der letzten Tage hatten wir wieder ein paar Highlights dieser Art. Wir waren auf einer Ecosafari durch die Everglades und es war einfach super! Eindrücke dieser Art sind immer sehr schwer zu beschreiben,darum ein paar Fotos aus diesem bizarren und so vielfältigen Nationalpark! Von unserem Abenteuer “Airboattour” existieren leider keine Bilder,da die ganze Angelegenheit mehr als feucht war. Sollte aber jemals jemand die Gelegenheit zu einer solchen Fahrt haben:NUTZEN! Man möchte wahrlich kein Vogel sein bei diesem Höllenlärm,aber es ist ein Riesenspass und es gibt ohne Ende zu sehen! Weiter ging die Reise Richtung Keys! Zwischenzeitlich hat Gunnar noch kurz ( innerhalb von 5 STD!! ) den Jeep verkauft! Noch dürfen wir ihn weiterfahren,aber um den 21.2. herum wird er abgeholt! Für uns ein guter Deal! Key West ist das was man von einer karibisch angehauchten Touristadt erwartet. Nichts desto trotz ist sie sehr hübsch mit wunderschönen Häusern,Palmen und üppigen Blumen wohin man schaut. Dem Flair von türkisem Wasser und weißen Stränden kann man sich auch nicht entziehen. Gibt man sich einfach dem Urlaubsfeeling hin,ist es ein Traum. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen werden wir heute in den Sonnenuntergang segeln,ein bisschen schnorcheln und kajaken. Das perfekte Valentinsprogramm….. Das Wohnen in Häusern mit festen Wänden und Fenstern muss man (so scheint es jedenfalls ) nach einigen Monaten “Camping” neu erlernen. So,bin ich bis jetzt erfolgreich bereits 3 mal völlig ungebremst,volle Kanne gegen die Glasverandatür gerannt. Das “Loch” zum Durchgehen war offensichtlich nicht breit genug…. Außer einem derangierten Allgemeinzustand,einigen Prellmarken im Gesicht und einem angeschlagenen Ego bin ich noch ganz gut weggekommen. Die Tür ist heil geblieben trotz amerikanisch fortschrittlicher Einfachverglasung! 
Einzig der “arme” Gunnar hatte auf Grund von akuten Lachkrämpfen diverse körperliche Begleiterscheinungen. Mein Mitleid ist grenzenlos….. grrrrr!!! Gleich am ersten Abend in diesem wirklich sehr hübschen Haus krabbelte bei diskreter Beleuchtung eine Kakerlake XXL über den hellen Fliesenboden. Da mir bei ihrem Anblick kurz der Text fehlte und ich auf Gunnars fragenden Blick nur noch – Käfer!! – stammeln konnte,kam seine Reaktion etwas zu spät. Sofort wieder im “Ich bin der Mann – ich bin ein Jäger”- Modus sprang er auf und ………… suchte ein Kehrblech!!!! Okay,nicht ganz die Waffe mit der man eine Monsterkakerlake erlegt,aber er fand das GERÄUSCH eklig beim Zertreten! Das nenn ich mal Killerinstinkt! Ich habe keine Ahnung was die Kakerlake gedacht hat,hätte sie Finger gehabt ratet mal welcher oben gewesen wäre?! Sie hat natürlich den Turbo eingeschaltet und ist ab unter die Spülmaschine. Ein wohliger Gedanke von hunderten Riesenkakerlaken trug mich später ins Land der Träume! Bei jedem Geräusch in dieser Totenstille bin ich hochgeflogen. Gott sei Dank hat Gunnar am nächsten Morgen Eine mit dem KEHRBLECH entsorgt,die hilflos auf dem Rücken lag. Ob sie es war,wir wissen es nicht. Laut Gunnar trug sie kein Namenschild…. Es wurde bislang keine mehr gesichtet! 
Ansonsten haben wir wunderschöne Ausflüge auf die vorgelagerten Inseln (Sanibel+Captiva ) gemacht. So was wie Sylt auf karibisch. Außerdem haben wir ein tolles Museum mit Muscle Cars in Punta Gorda besichtigt! Der letzte Teil der Reise ist jetzt auch organisiert und wir werden doch noch auf die Keys fahren bevor wir die letzten Tage in unserem Beach-Cottage auf Manasota Key verbringen. So langsam kehren wir Stück für Stück heim. “Zu Hause” wird mehr und mehr zum Thema,und wir haben dabei ein lachendes und ein weinendes Auge. Die Freiheit bekommt wieder einen Rahmen und Häuser wieder Wände. Ich muss halt beides noch ein bisschen üben….. Er ist verkauft! Ganz schnell,fast zu schnell war er weg. Gerade mal 4 Tage stand er an der Straße. Es reichte knapp für den dringend nötigen Reifenwechsel und den Teppichreiniger. Keine Zeit zum Abschiednehmen,keine Zeit für Wehmut oder Zweifel. Jeff kam,kaufte und nahm ihn mit. 
Wir hatten knappe 20 Minuten um ihn leerzuräumen. Und wie immer,man wundert sich wie viel man in einem halben Jahr horten kann. Immer mehr und mehr Zeug holten wir aus den Schränken und dem “Keller”. Natürlich passte nicht alles in den Jeep und so stand ich allein,weinend mit Koffern und Hund auf einem Flohmarktplatz in Gulf Breeze an der Straße (Gunnar fuhr derweil den ersten “Teilumzug” ins Haus). 
5 Monate “zu Hause” und 5 Monate Abenteuer,5 Monate Spaß und 5 Monate Campingerfahrung,all das war der “Dicke” in dieser Zeit. Jetzt ist er Vergangenheit,Erinnerung ( ich heul gleich wieder…. seufz ) und eine farbenfrohe,lebendige und wundervolle Facette dieser Reise. Nach dem wir nun alle Formalitäten erledigt haben und einige Tage etwas heimatlos und irritiert,ob der Tatsache das wir ja nun völlig umdisponieren müssen,rastlos herumgeirrt sind,sind wir jetzt wieder online. Der neue Plan steht und Morgen geht es weiter. Wir fahren nach Süden in der Hoffnung der anrollenden Kältewelle zu entfliehen. Über Orlando geht es nach Cape Coral an die Golfküste,wo wir eine Villa mit Pool zum “last minute Sonderpreis” mieten konnten. Etwas groß und etwas luxuriös nach unseren Campingzeiten,aber wir sind froh. Es ist z.Zt. nicht so ganz einfach in Florida einigermaßen kostengünstig unterzukommen. Im Anschluss geht es auf die Keys für einige Tage. Den Abschluss bildet dann noch ein Cottage am Strand auf Manasota Key. Von da aus werden wir wieder Pensacola ansteuern,noch kurz den Jeep verkaufen,ein Auto mieten und nach Miami fahren um nach Hause zu fliegen. Ganz einfach also;soweit der Plan. Aber was sind schon Pläne auf dieser Reise…… Wie läuft so ein Morgen eigentlich ab,wenn man „house-sitting“ mit älteren Tieren macht? Naja,morgens wach werden und erst mal überprüfen ob noch alle Tiere atmen. Ist bei den beiden die bei uns im Zimmer schlafen kein Problem,denn sowohl „der Große“ (Cäsar),als auch Trixie (gerne auch Öhrchen,Yoda,Gizmo,oder:„Viertelpfund Schüttelfrost“ genannt) schnarchen! Macht die Sache leichter. Kaum das die Tür auf ist kommen zwei Katerchen um die Ecke geflitzt und wollen gekrault,bespaßt und GEFÜTTERT werden. OK,die beiden haben auch keine Sorgen. 
Der nächste Blick geht um die Ecke:keiner der Fische schwimmt „kieloben“ – Prima! Jetzt der bange Blick zu „Queen Mom“. „Alles im Lot?“ „Sie atmet noch!“ „Weiterschlafen lassen.“ Alte Damen brauchen ihren Schönheitsschlaf,sonst werden sie echt ungnädig. Jetzt sofort füttern,sonst wird die Rasselbande unruhig:Die Kater sind kein Problem,genauso wenig Cäsar. „Yoda“ muss schon mal mit der Gabel gefüttert werden unter gleichzeitiger Abwehr der Kater,die ihr Futter längst inhaliert haben und jetzt auf „Beutezug“ gehen. Die Gabel ist hierbei eine große Hilfe. 
Dieses Raubtierverhalten wiederum kann bei Cäsar zur echten lebensverkürzenden Maßnahme werden. Er verteidigt sein Futter vehement. Also auch dort aufpassen. Alle sind gefüttert. Alle? Omi fehlt! Die schläft noch. Weiterschlafen lassen,weil… Jetzt schnell alle raus in den Garten:Die Geschäfte sind draußen zu erledigen (klappt meistens – nicht alle wissen wo draussen ist ). Dabei aufpassen,dass „Ausbrecherkönig“ Pedro nicht in den Außengarten entwischt (klappt auch meistens – das er nicht entwischt). FERTIG! Wollten wir nicht auch noch einen Kaffee trinken? So ganz in Ruhe. Jetzt haben wir Zeit. Bis Omi wach ist schaffen wir es meistens uns fertig zu machen und zu frühstücken. Wenn nicht,ist IHR das auch egal. Irgendwann kommt sie um die Ecke,frisch wie das (fast-blinde) blühende Leben und… Säuft erst mal ne Runde. (Viel Flüssigkeit ist wichtig für den Teint) Alles konzentriert sich jetzt auf die „graue Eminenz“ des Hauses. Alle Tiere machen einen großen Bogen um sie (ok,die Fische nicht wirklich) um keinen Anranzer von ihr einzufangen. Und wir passen auf,dass sie direkt nach der Frischwasserübernahme in den Garten geht (meistens wird sie getragen),der „Geschäfte“ wegen. Kaum ist sie wieder drinnen ist sie im „Scheunendrescher-Modus“. Mit dem was die kleine,alte Dame in sich reinschaufelt könnte man glatt einen ausgewachsenen Labrador ernähren. Unglaublich. Kaum ist sie damit durch,gleich in den Garten. Was vorne reingeht,muss hinten … Danach Nachtisch. Sollte irgend einer der „niederen Ränge“ noch etwas in seiner Schale haben,wird das erbarmungslos inhaliert. Außer wir haben vorher steuernd eingegriffen. Schnell noch was trinken;essen macht ja schließlich durstig. Und jetzt hopp-hopp wieder ins Bettchen,denn der „Spätvormittagsschlaf“ hat noch niemanden geschadet. RUHE! Je nach Tagesform ist es mittlerweile zwischen 9 und 11 Uhr vormittags,wir sind mehr oder weniger angezogen,haben gegessen (oder auch nicht),haben vielleicht schon mit Deutschland geskypt (oder auch nicht) und können jetzt sehen wozu wir noch Zeit,Lust und Wetter haben. Schön so ein entspannter Vormittag,oder? Im Grundsatz ist die Vorstellung von Urlaub in einem schönen Haus in Florida verbunden mit Sonne,kühlen Drinks und etwas Karibikfeeling. Jedenfalls ist es das was man im Prospekt liest. Hier jetzt mal das etwas andere „Urlaubsfeeling“: House-sitting in Gulf Breeze! Beginnen wir mit der Vorstellung unserer Lieben. Da wären zum einen 4 namenlose Fische. Bislang unentdeckt von den Katern führen sie ein recht entspanntes Fischleben. Dann wären da die beiden pubertierenden,wunderschönen Kater Napoleon (blond) und Pedro (schwarz). Napoleon,ein eher philosophischer Typ,sitzt stundenlang am Pool und betrachtet den Himmel. Er ist mehr ein introvertierte Kater mit deutlichen Defiziten im Babyalter. Er kann anfallsweise über Ohren herfallen und sich an ihnen festnuckeln. Ein eher untypisches Verhalten für einen fast erwachsenen Kater !? 
Pedro ist der wilde,eher abgedrehte Typ. Sehr anhänglich aber unberechenbar,wenn es darum geht irgendwelchen Unsinn anzustellen. Außerdem ein Ausbrecherkönig,wann immer eine Tür offen steht… 
Es folgt Caesar,ein frisch adoptierter ältlicher Dobermann. Ein eher devoter Typ,der viel Liebe braucht,aber nicht unterschätzt werden sollte. Was seins ist,sollte auch seins bleiben… Caesar ist der „Neue“. Gerade mal 3 Wochen im neuen zu Hause hat er noch damit zu tun die Eigenheiten der Mitbewohner kennen zu lernen. 
Bislang gab es diesbezüglich nur einen Unfall und die Wunden sind prima verheilt und die Fäden gezogen.  Dann wären da noch die beiden echten,originalen amerikanischen „Kleinsthunde“. Eine 20+ fast blinde und taube Pudeldame namens Cinammon und eine 15+ etwas inkontinente Papillonhündin namens Trixi. Cinammon (Opfer des „Dobermannunfalls“ ) z.Zt. frisurtechnisch völlig entstellt (dabei wollte Stacy nur die rasierten Stellen angleichen…) ist hier die Queen. Sie herrscht über alles und jeden,und was sie will das passiert. Vor allem aber ist ganz klar was sie nicht will. Gunnar hat das mal gleich am ersten Tag getestet,und sie hat ihm auch direkt Bescheid gegeben! Schlafende Pudeldamen fasst man nun mal nicht an und wenn man einmal verschissen hat,dann bleibt man besser ganz weg. Gott,war sie schlecht drauf. So zahnlose Omas können so böse sein…. Zumindest hat Gunnar sich jetzt eingereiht in die Schlange ihres Servicepersonals. Es gibt keine Katze und keinen Hund,der nicht strammsteht,wenn Queen Mum um die Ecke kommt. Wer nicht schnell genug Land gewinnt wird ganz kurz eingenordet. Ihr ganzes Leben dreht sich um schlafen,essen und ihre Ausscheidungen. Ihr Styling ist ganz „american way “,inclusive der Decke(n) und der Stulpen(!!). Trixi ist etwas weniger stylisch. Gelegentlich mal mit Hut ist sie eher unauffällig gekleidet. Sie ist mit ihren Dumbo-Öhrchen auch so ein Hingucker. Auch schon in die Jahre gekommen,leidet sie an leichten Inkontinenzproblemen und benötigt viel Liebe! Auch für den geübten Tierfreund ist diese Kombination eine echte Herausforderung! Gunnar hat sich gleich am Abend die Aufgabe gestellt Trixi klar zu machen,dass sie nicht im Bett schlafen wird. Er hat es mit Erklärungen versucht:„ Du fliegst wie ein Geschoss durch den Raum,wenn ich mich umdrehe. Das wollen wir doch nicht ?! Oder?!“ Trixi fand die Erklärung nicht ausreichend,also wurde ihr aus einem Schaukelstuhl,mehreren Decken und ihrem Schlafkorb eine Art „Bettverlängerung“ gebaut. Sie wurde dort platziert und bei jedem Versuch von Gunnar sich hinzulegen war sie wieder raus aus dem Korb. Während ich mich unter Lachkrämpfen windend im Bett wälzte,hielten die beiden pädagogische Zweikämpfe ab. Gewonnen hat,und das hat mich echt gewundert,Gunnar. Trixi hat die ganze Nacht in ihrem „Bettverlängerungsschaukelstuhlkorb“ geschlafen. Ein besonderes Highlight sind auch immer wieder Aufschreie wie:„ Ömchen ist wach!“ Was bedeutet,irgendeiner muss alles fallenlassen,sie fangen und schnellstens in den Garten befördern,sonst läuft sie aus…. Oder auch „Pedro ist raus!“. Das kann jetzt entweder die Garage,der Vorgarten (und damit die Straße ) oder der Garten sein. Alles 3 ist meganervig,außer die Garage ist zu! Sonst kann man im Dunkeln oder auch im strömenden Regen einen schwarzen Kater auf schwarzem Grund versuchen zu fangen. Ganz spassig! Wir haben uns dieser Aufgabe gestellt und werden sie lösen. Wir lieben Tiere,wir haben Geduld,wir haben 5 Monate Erholung hinter uns und vor allem haben wir Humor! Was also soll groß passieren?? Wir waren in Orlando. Was macht der echte Touri in Orlando? Richtig,einmal Disney World. Wir haben uns für das Epcot Center entschieden,in der Hoffnung nicht ständig von winkenden Stoff-Donalds,kuschelnden Riesen-Goofys oder tanzenden Mickey Mäusen bespaßt zu werden. 
Disney World ist,wie der Name schon sagt,eine Welt für sich. Einmal angekommen im Disney Universum ändert sich alles. Selbst die Strassenschilder ändern ihre Farbe von gelb/schwarz auf lila/grün. Was nicht bedeutet,dass man hier für ALLES auch mit harten Dollar bezahlt und das nicht zu knapp! Da ist das Parken für 14 $ ist da noch eher ein Schnäppchen(!). Gleich am Eingang wurden wir mit viel Trallala begrüßt und bekamen einen Riesenanfängerbutton,damit jeder auch gleich weiß:Diese Deppen sind das erste Mal hier! Nicht das das irgendeinen Vorteil hätte! So was wie Begrüßungscocktail oder ne kurze Anfängerwarteschlange hätte ich mir ja noch gefallen lassen. Nee,man macht sich einfach nur zum Horst. 
Wir haben viel gelernt an diesem Tag! Oh ja! Wir haben z.B. gelernt,dass der gemeine Amerikaner sehr wohl weiß was Umweltschutz oder was erneuerbare Energien sind. Wir wissen jetzt,dass man sich auch hier Sorgen um die Müllberge macht,zumindest theoretisch. Praktisch merkt man davon allerdings gar nichts. Nichts desto trotz,lässt man den erhobenen Zeigefinger mal weg war es interessant in Futureworld,obwohl wir doch für einige Attraktionen definitiv zu alt waren….. Begeistert waren wir von unserem Trip zum Mars. Commander Kalmbach und Chiefengineer Winkler sind gemeinsam mit 2 weiteren Teammitgliedern zum Mars geflogen. Der Start war atemberaubend (war er echt!),gefolgt vom Hyperschlaf für ein paar Monate und dann wurden wir sehr unsanft von einem Asteroidensturm geweckt. Die Landung auf dem Mars ist nur letzten Moment geglückt! (bei dem Commander – kein Wunder ) Das war mal ne richtig gute Nummer! Nach der Futureworld kam das World Showcase. So eine Art Weltausstellung,die alle typischen Klischees bedient. Natürlich mit ganz viel Souvenirshops und immer wieder essen,essen und essen. So wissen wir jetzt,dass der typische Deutsche grüne Plastikgurken in den Weihnachtsbaum hängt,ohne Ende Karamell isst und ansonsten natürlich Weißwurst,Sauerkraut und Bier zu sich nimmt. Die Alltagsbekleidung des gemeinen Deutschen ist (natürlich!) Dirndl und Lederhosen! Wen wundert’s?? In Italien haben wir bei allerschönstem Sonnenschein, das schlechteste Eis der Welt gegessen für 3$ pro Kugel!! Insgesamt war die Ausstellung mit viel Aufwand und Liebe gestaltet und sehr sehenswert. Nach 9 Std sind wir fußlahm aber sehr zufrieden nach Hause. Das allabendliche Feuerwerk haben wir nicht mehr erlebt. Die Kinder mussten ins Bett…… 
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